Passives Einkommen – Dein Traum vom Nichtstun (und meiner vom Champagnerfrühstück)
Na, ihr Träumer! Nick Zaster hier, direkt aus meiner Penthouse-Suite in Monaco, wo das Meeresrauschen angenehm von meinen Privatjet-Geräuschen übertönt wird. Ihr wisst schon, der Mann, der euch die Wahrheit um die Ohren haut, während ihr noch überlegt, ob ihr euch den Latte Macchiato heute leisten könnt. Heute sprechen wir über euer liebstes Märchen: „Passives Einkommen“. Genauer gesagt, über Dividenden-Aktien. Macht euch gefasst, denn die Wahrheit ist hässlich – und für euch wahrscheinlich unbezahlbar.
Ihr stellt euch das bestimmt so vor: Ihr kauft ein paar Aktien, lehnt euch zurück und das Geld fließt wie der Prosecco auf meiner Yacht. Und wisst ihr was? Für Leute wie mich funktioniert das auch so! Aber halt, stopp! Ihr seid ja nicht ich. Ihr habt nicht mein Startkapital, nicht meine Berater, und schon gar nicht meinen unverschämten Charme. Und genau das ist der Knackpunkt. Passives Einkommen? Ja, klar. Aber für wen? Für mich. Für dich? Eher passive Frustration.
Dividenden-Aktien: Das Märchen von der Gelddruckmaschine
Jeder Finanz-Guru mit einem billigen Online-Kurs verkauft euch das Märchen von den Dividenden-Aktien. „Kauf Unternehmen mit stabiler Ausschüttung! Lass das Geld für dich arbeiten!“ Klingt verlockend, oder? Fast so verlockend wie meine jährliche Steuererklärung, die meine Berater für mich erledigen, während ich Golf spiele. Die Idee ist ja nicht grundsätzlich falsch. Unternehmen schütten Gewinne an ihre Aktionäre aus. Toll! Das Problem ist die Größenordnung.
Stellt euch vor, ihr wollt von Dividenden leben. Nicht nur ein paar Krümel, sondern so richtig leben. Miete zahlen, Essen kaufen, vielleicht mal ein Wochenendtrip ins Designer-Outlet. Realistisch betrachtet braucht ihr dafür – sagen wir mal – 3.000 Euro netto im Monat. Wenn ihr eine durchschnittliche Dividendenrendite von 3-4% erzielt, wisst ihr, was das bedeutet?
Rechnet mal mit: 3.000 Euro netto sind vielleicht 4.500 Euro brutto im Monat, nach Steuern, Inflation und all dem Kram, den ihr beachten müsst, weil ihr keine Heerschar von Steuerberatern habt. Das sind 54.000 Euro im Jahr. Bei 3% Dividendenrendite braucht ihr dafür ein Aktienportfolio von 1,8 Millionen Euro. Einer Punkt Acht MILLIONEN Euro. Und das ist eine konservative Schätzung, Freunde! Habt ihr die mal eben so rumliegen? Nein? Ich auch nicht. Ich habe VIER Millionen rumliegen, nur für den Fall der Fälle!
Die hässliche Wahrheit über deine „Dividendenstrategie“
Die meisten von euch, die von Dividenden-Aktien schwärmen, haben vielleicht ein Depot von 5.000, 10.000, vielleicht sogar 50.000 Euro. Und wisst ihr, was euch das an Dividenden bringt? Bei 3% Rendite auf 10.000 Euro sind das 300 Euro im Jahr. Das sind 25 Euro im Monat. Dafür könnt ihr euch vielleicht einen guten Whiskey leisten – oder ich lache euch dafür aus. Nicht beides.
Tipp: Wer ernsthaft mit Dividenden-Aktien starten will, sollte sich zuerst informieren. Bücher helfen — zum Beispiel „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer. Ja, ich verdiene ein paar Cent wenn du draufklickst. Und nein, das ändert nichts an meiner Meinung.
Das ist kein passives Einkommen, das ist ein Taschengeld, das von eurem Arbeitgeber mit einem mitleidigen Lächeln ausgezahlt wird, wenn ihr mal wieder zu viele Überstunden geschoben habt.

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